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Matthias Klotz

  • Egal, alles egal
    "Weisst du, es ist mir egal, wenn ich das Training nicht mache, einfach egal. Wie soll ich mich da je motivieren, wenn mir das so egal ist?". Die Frage, gestellt bei gemütlichem kühlem Bier, forderte nach kühler Antwort: "Ich kann dir nur recht geben, es ist nämlich egal. Es ist und bleibt aber auch alles egal, wenn du das Training gemacht hast."
    Nach Monaten traf ich ihn wieder: Voll im Training, voll im Sport. Aber das ist ja eigentlich auch egal.
  • Plus 100 %

    "Blöterlen" unter Wasser, mit der Nase, im Schwimmkurs, damit kein Wasser in die Nase fliessen kann. Der erste Versuch, genau je 1 Blöterli pro Nasenloch schweben an die Oberfläche. Lernziel eigentlich erfüllt, den Zweck aber wohl nicht ganz begriffen; daher meine nächste Aufgabe: "Zwei Blöterli, das ist tiptop. Doch gerne blöterle ein bisschen mehr beim nächsten Versuch". Die Antwort: "Kein Problem, dann mache ich jetzt vier".

    ... jaaaaa, es kamen dann natürlich mehr als vier, doch MUSSTE ich einfach die Rückmeldung geben: "Staaark, öppe vier Blöterli, mach das jetzt immer so".
  • 100 Geschichten

    Der "100km von Biel 2019" ist Geschichte ... und erzählt nun selbst unzählige Geschichten. Aspekte, Meinungen, Emotionen; offene Fragen, zu enge Antworten, die wieder neue Fragen aufwerfen. Seit meinem Zieleinlauf am Samstag früh leben die Diskussionen, lebt damit der Lauf weiter; dies in Gesprächen, dies via Internet.

    "100 km zu laufen kann nicht gesund sein". Stimmt, deshalb versuche ich sie immer schnell zu laufen, damit ich schnell durch bin!
    Im Ernst, die Strapazen sind enorm, doch baue ich durch das Training, die Vorbereitung ein Bewusstsein zu meinem Körper auf, dass ich während des Laufes präzise weiss, ob ich jetzt Salz brauche oder doch einen Keks oder vielleicht besser noch gerade gar nichts; Reaktionen des Körpers nehme ich früh war und kann darauf eingehen. Ein solcher Lauf zwingt mich dazu, mich mit meiner Gesundheit zu befassen, das ganze Jahr hindurch. Die Frage bleibt für mich offen.
    ... Übrigens: Wenn ich eingeladen bin und bei 8 Personen nur 7 Weingläser hingestellt werden, DANN wird das ungesund ... für den Gastgeber.

    "Ja aber" ... damit sind wir beim nächsten Thema ... "Die Läuferinnen und Läufer, die schon auf den ersten Kilometer so aussehen, als würden sie gleich zusammenbrechen". Ich kann es nicht verleugnen: Humpelnd, verzerrte Gesichter, verkrampfte Körper, es gibt schreckliche Bilder. Was wir dabei nie wissen, was in denen Menschen abgeht. Sind die Strapazen eines solchen Laufes, ihre geringsten Strapazen im Leben überhaupt? Finden sie über eine solche Leistung überhaupt erst zu ihrem Körper? Was ich aber weiss, dass oft diese Läuferinnen und Läufer mit sehr viel Erfahrung in diesen Lauf gehen, ihre Limits perfekt kennen und den Lauf souverän mit einem Lächeln zu Ende bringen.

    Apropos Lächeln: Wenn mir gesagt wird, dass mein Lächeln auf Km 6 wie auch auf Km 98 genau gleich locker war, dann nehme ich das als ein riesen Kompliment, schliesslich weiss ich von den letzten Jahren her, wie finster ich dreinschauen kann. Sowieso aber verliere ich mein Lächeln auf jeden Fall wenn ich vor dem Start ungewollt geknuddelt, gestreichelt noch sonstwie umarmt werden. Es reicht, wenn mein Körper mir nahe ist, da brauche ich keinen zweiten. Im Ziel könnt ihr mich dann wieder "fressen"
    ... oder schon unterwegs, zumindest digital. Gewisse technische Probleme sind noch da, keine Zweifel. Aber dank den Tracker kann man einen solchen gigantischen Anlass für die Zuschauer überhaupt erst fassbar zu machen. Ich staunte nicht schlecht, wie viele Leute wegen mir wenig geschlafen haben. Aber es verändert auch mein Bewusstsein während des Laufes, jede Tempoeinbusse geschieht nun neu unter den Augen des Publikums, vor jedem Pinkeln schaue ich neu nicht nur nach links und rechts, sondern auch nach oben ...

    Nicht zuletzt kam die Frage auf, wieso ich mit der Nummer 43 gelaufen bin, ich hätte doch eine tiefere Nummer zu gut. Gemäss Laufhierarchie stimmt das, doch gilt gemäss den 100 Weisheiten (soeben erfunden): Es gibt auf dieser Welt zwei Sachen, die man nicht einfordern darf. Das eine ist Liebe, das andere eine Startnummer am Bieler 100 km, beides wird einem gegeben.


    In diesem Sinne, freue mich auf 2020 ... was die allerletzte Frage beantwortet: Yes, I will be there.
    Matthias Klotz
  • Formtest beim Zahnarzt

    Besuch beim Zahnarzt. Brav und gemäss Schild klingle ich unten beim Eingang in das Treppenhaus und nochmals im 1. Stock um in die Praxis einzutreten. Der Zahnarzt schaut mich ungläubig an, schaut auf die Uhr, schaut mich wieder an: "Nicht in Form, verletzt? Starten Sie nicht dieses Jahr? Sooo lange wie Sie brauchen, in den ersten Stock zu hochzusteigen! Das kann doch nicht sein". Verblüfft zuerst ab der Begrüssung konnte ich ihn beruhigen: "Bevor ich eintrat stellte ich das Handy lautlos, deshalb brauchte ich so lange und keine Bange, ich werde am 7. Juni am Start sein". Nachdem nun alles Wichtige geklärt war, durfte ich mich auf den Stuhl setzen.
  • Herr Chlotz hat die Kontrolle

    "Sie ... äh ... Du hattest die Klasse voll unter Kontrolle, ich staunte immer wieder", meint die ehemalige Schülerin, zufällig getroffen auf der Strasse. Kontrolle über die Kinder? Weder im Job noch bei meinen Freunden oder innerhalb der Familie und schon gar nicht bei Schülern will ich eine Kontrolle ausüben. Allerdings erinnere ich mich noch gut an diese 9. Klasse: Sie war tatsächlich, sagen wir, lebhaft. Es ging so einiges ab ... dabei hielt ich wahrscheinlich genau die einzig richtige Person im Klassenzimmer unter Kontrolle: mich selber.
  • I am a part of it

    Hallenbad, gefühlte 10 Leute schwimmen in der Bahn. Chaos und Schaum. Mit Rücksicht versuche ich niemandem nahezukommen, versuche in dieser hektischen und auch emotionalen Situation einen Teil der Lösung für Alle zu sein. Es hilft nichts, der Schaum bleibt, das Chaos wird grösser. Da erinnere ich mich an meine schöne Zeit vor Jahren im Wasserball und beschliesse nicht mehr einen Teil der Lösung zu sein, sondern ebenfalls einen Teil des Problems zu werden; es war ganz amüsant.
  • 100x Peinlich

    E-Mail von den "Bieler Lauftagen": Streckenänderung 2019... bis zur Aefligenbrücke ist der Streckenverlauf identisch wie bisher... Ab der Aefligenbrücke bis Schachen werden wir die Strasse via Altwyden benutze... In Schachen werden wir wieder auf die bisherige Streckenführung einbiegen.
    Ich lese, ich kenne diese Orte nicht. Wieso erhalte ich dieses Mail? Ich begreife… schon X-Mal durchgelaufen. Autsch.
    100km 2019, ich werde den Weg finden.


    Streckenplan 2019 inkl. gpx-Datei
  • Vorwärtsige Weihnachten euch Allen

    "Das Loufband geit rückwärts, wie cha ig das vorwärts istelle, chasch mou cho luege Mätthu". Fassungslos steht der Läufer neben dem Laufband und starrt auf den Teppich, der eben rückwärts fliesst. Die Antwort war einfach: "Gang mou druf, eifach langsam und lueg wies tuet". Sachte stieg er aufs Laufband und ... begriff.

    In diesem Sinne vorwärtsige Weihnachten euch Allen.
  • Ja

    "... ich werde 2019 wieder dabei sein, aber nur dann, wenn du läufst. Lass es mich doch kurz wissen", so die Worte einer langjährigen Helferin der 100km auf einer Karte im Briefkasten. So schrieb ich ihr und schreibe es hier: Ja, lass uns hingehen, lasst uns alle hingehen. Nur so werden die Bieler Lauftage zu dem, was sie sind: Die Nacht der Nächte.
  • Chass, voll krass

    "Chasch mir säge, wenn dr Chass Krass isch?", so die Frage der Läuferin an mich.
    Halten wir fest: Der Lauf ist krass, vollkrass sogar; er ist krass steil und ist krass schön. Krasser geht nicht. Aber heissen tut der Lauf Chass Attack.
    14. Oktober, Start Bahnhof Biel. Hope to see you. Info

    ... wobi ig de aso no wott säge: Chass Krass tönt ou krass guet :-)
  • Die Stoppuhr als Spiegel

    Selfie vor dem Spiegel in der Garderobe des Kraftraums. Die Arme gespannt, die Brust nach vorn; genau in diesem Moment trete ich ein. Der Knipser, etwas beschämt "Weisst du, ich will meinen Fortschritt dokumentieren". Ich wollte schmunzeln und einen Spruch machen ... doch nach kurzem Nachdenken gab es nur eine Antwort: "Keine Sorge, das was du hier mit dem Spiegel und Kamera machst, mache ich seit Jahren mit der Stoppuhr: Sportler sind doch alle gleich".
  • Überlegenheit soll überlegt sein

    "Zusammen laufen mit dir? Geht nicht, du bist überlegen". Doch geht; wenn man sich auf das Level des Unterlegenen einigt. Nicht nur im Sport: Selbst beim Reden zum Beispiel, muss sich der Überlegene in Tempo, Ausdrucksweise und Wortschatz dem Unterlegenen anpassen, sonst gibt es kein gemeinsames Gespräch, nur eine reine, oft peinliche Machtdemonstration.
    Wir gingen dann zusammen laufen; nach einem Misstritt wurde das Tempo dem neuen Unterlegenen angepasst. So soll es sein.
  • Einer muss dran glauben

    "Ja, du schaffst die 1.5km im See am Biennathlon in drei Wochen, halte dich einfach an das Schwimmprogramm." Dies meine Aussage heute im Kurs.
    "Verrückt, ich glaube nicht daran, spüre aber, dass du an mich glaubst; ok... ziehen wir das Ganze durch."
    So soll es sein; einfach EINER muss daran glauben.
  • Blog: the first time

    "Weisch, ig mache nume der Halbmarathon. Das scho aber isch für mi e Start is Ungwüsse, ig mache dä zerscht mou».
    ... jedes neue Ziel ist ein erstes Mal. Bieler Lauftage 2018: Lassen wir es laufen ... ins Ungewisse unserer eigenen und persönlichen Nacht der Nächte.
  • Ein Blick, ein Kaugummi

    Schule, Oberstufe. Der Stellvertreter Herr Chlotz begrüsst die Kinder. Eine Schülerin schaut mit starrem Blick, die Wangen gespannt. Die Sache war klar, meine Worte auch: "Nimm den Kaugummi raus". Sie steht auf und geht zum Papierkorb. "Wieso waren Sie da so sicher?", so die Frage der Klasse. "Ganz einfach, ihr Blick ...", mehr konnte ich nicht sagen; sechs weitere Kinder standen auf und steuerten wortlos den Papierkorb an.
  • Blog: impuls’n’timing
    Der Senior in hohem Alter. Ein Sturz führte zu einer Blockade: Treppensteigen in den ersten Stock des Hauses (Schlafzimmer) nicht mehr möglich. Die Benutzung des Treppenlifts seiner Frau will ihm nicht gefallen. Was er machen könne? "Treppensteigen", meine Antwort, wir begannen mit einer Teppichkante ... Nach zwei "Trainings": er steigt die Treppe wieder hoch und runter; ein Leuchten in den Augen. Einen Tag später, das Leuchten war noch stärker ... der Treppenlift war ausgestiegen.
  • 100km auf 500m

    Im Januar laufen wir die 100km von Biel ... komprimiert auf einer Mini-Runde von ca. 500m im Bieler Strandbad. Auch die Teilstrecken werden vorgestellt. Geschichten von Läufer, Tips von Fachleuten, Gespräche unter Gleichgesinnten erwarten euch auf einem Rundkurs, der mit Fackeln ausgeleuchtet ist. Wer will, misst sich am offiziellen Rekordtempo; wer will, walkt die Runde. Kinder freuen sich an den Fackeln, Erwachsene ebenso.
    Ob das Konzept funktioniert? Ich weiss es nicht, doch ein Versuch ist es wert :-)

    night run biel: day zero
  • Was fliegt kann auch schwimmen

    Nichtschwimmer und Nichtschwimmerinnen: Die ersten Bewegungen im Wasser zaghaft, das Vertrauen tief. Vorzeigen meinerseits; Sprung ins Wasser und mit nur wenig Bewegung sofort wieder an der Oberfläche. Der Kommentar dazu "Die Physik lehrt, dass ein Körper, der in der Luft fliegt auch im Wasser schwimmt" löst bei den Beginnenden Fluchen aus. Denn sie wissen: Jetzt wird gesprungen. Sie springen, ich fange sie im Wasser auf. Sie springen wieder; ich warte unter der Wasseroberfläche und komme mit ihnen nach oben. Sie springen wieder, ich sitze am Beckenrand. Jetzt ist das Vetrauen in das Wasser, das Vetrauen in sich selber da. Sie schwimmen. Die Gesetze der Physik funktionieren ;-) übrigens auch bei über 70jährigen.
  • … sicher wieder so e huerä Chlotzlouf

    Weit über Les près d'Orvin, wir laufen in Richtung Chasseral. Es tönt, nein es schreit: "Ig has gwüsst, das isch wieder so e huerä Chlotzlouf hie! Überall seckle si, aber mi weiss nid genau wie/wo/was; ke Verpflegig, ke Startnummere ... klar, de muesch jo du derhinger stah". So die Worte einer guten Läuferkollegin beim Wandern. Es stimmt: Keine Duschen im Ziel, marginale Signalisation, keine Verpflegung und nur eine lückenhafte Rangliste. Dennoch; nicht mein Lauf. Die Idee ist von Adrian Ruhstaller, Gründer vom Biennathlon und von R'ADYS. Ich bin lediglich bei der Organisation mit dabei; denn die Idee gefällt mir ... und den rund 70 Läufer und Läuferinnen dieses Jahr scheinbar auch. Chass Attack. 2017 is gone. 2018 will come.

    Chass Attack 2017 Fotos



  • LaLeLaLeLa … Mein Beitrag zur geschlechtsneutralen Sprache

    La chanson. Immer wenn ich eine Spinning-Lektion leite vergesse ich, ob es "le chanson" oder eben "la chanson" heisst. Irgendwie hängt das wohl damit zusammen, dass ich Musikstücke mal weiblich, mal männlich empfinde. Allerdings: Es wäre DIE Lösung für eine geschlechtsneutrale Sprache. Der jeweilige Artikel eines Nomens richtet sich nach dem Empfinden des Sprechers, der Sprecherin. Resultat: In der Welt mehr Gefühl für den sprachlichen Ausdruck und auf dem Sattel weniger Schamröte für den Spinning-Leiter.



  • Chassattack 2017

    Alle kennen ihn: Er ist von weit zu sehen, von nah zu bestaunen. Er kennt Alle: Die Gemütlichen, die Sportler; er kennt Gross, er kennt Klein. Man kann ihn fahren, man kann ihn wandern, man kann ihn joggen. Man kann ihn attackieren. Chassattack 2017.

    Infos Chassattack 15. Oktober 2017
  • Intuitive Mathematik
    "Mein Junge kriegt das Rechnen in der Schule einfach nicht hin; er ratet einfach." Mein Vorschlag an die Mutter: "Lass ihn raten, es ist sein Weg; grenz das allfällige falsche Resultat einfach rechnerisch zusammen mit ihm ein: bis es stimmt." Nach ein paar Tagen, das Feedback: "Er strahlt bei den Aufgaben, es macht ihm Spass und auch der Fortschritt ist da."
    Voilà, wieso mit dem Hirn rechnen, wenn es der Bauch besser kann.



  • Die richtige Dosierung

    "Wenn ich zu stark abstosse, dann spüre ich die Zerrung im Oberschenkel; ich weiss nicht wie ich den Druck dosieren soll." So der Schwimmer im Wasser. Meine Empfehlung ganz einfach: "Löse den Bändel in der Badehose, du wirst den richtigen Druck finden." Und so schwamm er sachte und behutsam, aber ohne Schmerzen, seine Längen.


  • wollen, müssen

    Davos. Wenn jeweils die Staatspräsidenten am WEF vom Hotel zum Kongresszentrum gefahren werden, dann muss der Chauffeur dies in der Limousine tun. Wenn der Berglauf-Coach für den Swissalpine zum Lauftraining gefahren werden muss, dann geschieht dies in der Regel im Hotel-Van. Wenn der Chauffeur aber dem Coach die Türe der Limousine offen hält, dann muss er das nicht: Er will das so. Ich grinste zurück und stieg lachend ein.



  • 100km – 2018

    "Er ist ein grosser Fan von Ihnen, er möchte Sie kennenlernen", begrüsst mich eine Frau, ihren Jungen an der Hand. Ich gebe ihm die Hand, er bringt kein Wort heraus, versteckt sich schüchtern hinter der Mutter. Ich habe begriffen. 100km 2018: ich werde am Start sein.



  • 100km – eine Bitte

    Die 100km von Biel. Die Form stimmt, ich fühle mich gut, auch das Mentale und das Bauchgefühl sind im richtigen Modus: Ich bin bereit. Sollte dies jemand anders sehen, Schwächen bei mir erkennen, Problemfelder wahrnehmen ... dann unbedingt teilt es mir mit, sagt es mir direkt ins Gesicht ... doch eine Bitte dabei ... sagt es mir erst NACH dem Rennen ;-)




    GPS Tracking
    Auch 2017 kann man meinen Lauf via GPS-Tracking verfolgen: Tracker Matthias Klotz

    Gut zu wissen :-)
    • Der Tracker ist am Velo meines Betreuers Reto Oberson, daher zeigt der Tracker meine Position nur dort, wo Reto mich begleiten darf; also von Lyss(23h30) bis Kirchberg(2h00) und dann für den Rest von Gerlafingen(3h)bis Biel (5h30 .... :-))
    • Die Streckenkarte ist hier ersichtlich Karte 100km
    • Technische Störungen und menschliche Schwächen ;-) kann ich nicht ausschliessen; eine allfällige Aufgabe ... vermerke ich auf Facebook



  • Hohe Schule des Laufens

    Die hohe Schule des Laufens: Technische Perfektion? Marathon unter 2h? Mit geschlossenen Augen einen Berglauf laufen? Nein. Die höchste Schule des Laufens hat der Athlet erreicht, der auf seinem Einkaufszettel heute die Bananen streicht, weil er in seiner grenzenlosen Laufweisheit weiss, dass er heute keine Bananen zu kaufen braucht, dass er diesen Nachmittag nach dem GP eine Banane in die Hand gedrückt erhält. Guten Lauf allerseits :-)
  • Ich nenne es Arbeit

    "Wie viel Zeit wendest du etwa auf für das Coaching?" Dies die Frage. "60-70%", meine Antwort. "Und dann bist du ja noch am Texten, was braucht es da?" so die nächste Frage. "20-30 %" meine Worte. "Wow! Und dann musst du ja daneben noch arbeiten!!"

    Nein, muss ich nicht! Auch wenn meine Tätgkeit so spielerisch und locker daherkommt, will hier gerne festhalten: ICH nenne es Arbeit :-)
  • (M)eine Vorstellung

    Sänger der Oper: "Für die aktuelle Vorstellung, da stehe ich 195 mal auf der Bühne." Intensiv das Prgoramm, hohe Achtung von mir. "Wie sieht dein Programm aus?", seine Frage an mich. Nun ... ich gebe genau eine Vorstellung dieses Jahr, auf genau einer Bühne: Diese allerdings ist exakt 100 km lang und intensiv wird es auch werden :-). Freue mich. www.100km.ch
  • Applaus für Herrn Chlotz

    Ich durfte doch schon ein paar Mal sportlichen Applaus erleben. RUBI, 100km, ein paar weitere Läufe. Doch wenn ich, gelegentlich als Stellvertretung an einer Oberstufe, in ein Klassenzimmer trete, stellt dieser Applaus alles in den Schatten: Die Hände klatschen, die Füsse stampfen die Stimmen kreischen und johlen! Ein berauschendes Gefühl.
    Dass der Applaus eigentlich dem Kranksein der Hauptlehrkraft gilt und nicht meiner Person ... verdränge ich dann jeweils mit einem Lächeln.
  • Der Moment

    Hallenbad. Ich schwimme, werde überholt; schnell und elegant. Am Beckenrand meine Anerkennung: "Du schwimmst schnell, stark." Der junge Schwimmer meint mit einem Grinsen "Vor rund 10 Jahren warst du für mich schnell, ich machte das Abzeichen 'Pinguin' bei dir." Wir lachten beide. Somit gab es in diesen zehn Jahren eine Phase, einen Tag oder schlicht einen Moment, in welchem er ein erstes Mal schneller war als ich. Schade, habe ich diesen nicht bewusst erlebt: Es sind jeweils starke Momente.

  • Ultrapretation – Chass Attack 2016

    Chass Attack 2016. Rund 40 LäuferInnen liefen von Biel auf den Chasseral. Einer lief zurück; Ultraläufer seit langen Jahren interpretierte er den Satz der Ausschreibung "I need a bus/train-seat to get back to Biel Ja/Nein" so, dass, wer hier "nein" anklickt, dann auch wieder runterläuft. ER war erstaunt, dass er so allein unterwegs war; WIR von der Organisation waren froh, ihn Abends um 21h in Biel zu wissen.

  • Die Anerkennung als Ziel

    “In die Top Ten, will ich. In meiner Altersklasse natürlich. Ich weiss, eigentlich zählt nur die Gesamtrangliste, Kategorien-Resultate sind ja eher peinlich.” So die Worte eines Triathleten auf gutem Level, aber eben nicht auf Spitzenlevel. Ein Ziel zu realisieren ist nicht peinlich; den ersten Halbmarathon in 2.5h laufen, 100m ohne Pause kraulen: Ein Ziel ist ein persönlicher Wert jedes Athleten; dieses darf, ja soll man verfolgen. Die Freude danach ist zu geniessen. Wer zudem akzeptieren kann, dass die Anerkennung geringer ist, wie die eines Weltmeisters, der wird zufrieden sein und strahlt gesunden sportlichen Stolz aus. Von peinlich keine Rede. Peinlich wird es dann, wer mehr Anerkennung einfordert als ihm gebührt. Dem Athleten liegt es in seiner Macht das Ziel zu erreichen, sein Umfeld hat das Recht, das Mass der Anerkennung festzulegen: Wer nach mehr verlangt, wirkt peinlich.
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