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Matthias Klotz

  • Blog: the first time

    "Weisch, ig mache nume der Halbmarathon. Das scho aber isch für mi e Start is Ungwüsse, ig mache dä zerscht mou».
    ... jedes neue Ziel ist ein erstes Mal. Bieler Lauftage 2018: Lassen wir es laufen ... ins Ungewisse unserer eigenen und persönlichen Nacht der Nächte.
  • Ein Blick, ein Kaugummi

    Schule, Oberstufe. Der Stellvertreter Herr Chlotz begrüsst die Kinder. Eine Schülerin schaut mit starrem Blick, die Wangen gespannt. Die Sache war klar, meine Worte auch: "Nimm den Kaugummi raus". Sie steht auf und geht zum Papierkorb. "Wieso waren Sie da so sicher?", so die Frage der Klasse. "Ganz einfach, ihr Blick ...", mehr konnte ich nicht sagen; sechs weitere Kinder standen auf und steuerten wortlos den Papierkorb an.
  • Blog: impuls’n’timing
    Der Senior in hohem Alter. Ein Sturz führte zu einer Blockade: Treppensteigen in den ersten Stock des Hauses (Schlafzimmer) nicht mehr möglich. Die Benutzung des Treppenlifts seiner Frau will ihm nicht gefallen. Was er machen könne? "Treppensteigen", meine Antwort, wir begannen mit einer Teppichkante ... Nach zwei "Trainings": er steigt die Treppe wieder hoch und runter; ein Leuchten in den Augen. Einen Tag später, das Leuchten war noch stärker ... der Treppenlift war ausgestiegen.
  • 100km auf 500m

    Im Januar laufen wir die 100km von Biel ... komprimiert auf einer Mini-Runde von ca. 500m im Bieler Strandbad. Auch die Teilstrecken werden vorgestellt. Geschichten von Läufer, Tips von Fachleuten, Gespräche unter Gleichgesinnten erwarten euch auf einem Rundkurs, der mit Fackeln ausgeleuchtet ist. Wer will, misst sich am offiziellen Rekordtempo; wer will, walkt die Runde. Kinder freuen sich an den Fackeln, Erwachsene ebenso.
    Ob das Konzept funktioniert? Ich weiss es nicht, doch ein Versuch ist es wert :-)

    night run biel: day zero
  • Was fliegt kann auch schwimmen

    Nichtschwimmer und Nichtschwimmerinnen: Die ersten Bewegungen im Wasser zaghaft, das Vertrauen tief. Vorzeigen meinerseits; Sprung ins Wasser und mit nur wenig Bewegung sofort wieder an der Oberfläche. Der Kommentar dazu "Die Physik lehrt, dass ein Körper, der in der Luft fliegt auch im Wasser schwimmt" löst bei den Beginnenden Fluchen aus. Denn sie wissen: Jetzt wird gesprungen. Sie springen, ich fange sie im Wasser auf. Sie springen wieder; ich warte unter der Wasseroberfläche und komme mit ihnen nach oben. Sie springen wieder, ich sitze am Beckenrand. Jetzt ist das Vetrauen in das Wasser, das Vetrauen in sich selber da. Sie schwimmen. Die Gesetze der Physik funktionieren ;-) übrigens auch bei über 70jährigen.
  • … sicher wieder so e huerä Chlotzlouf

    Weit über Les près d'Orvin, wir laufen in Richtung Chasseral. Es tönt, nein es schreit: "Ig has gwüsst, das isch wieder so e huerä Chlotzlouf hie! Überall seckle si, aber mi weiss nid genau wie/wo/was; ke Verpflegig, ke Startnummere ... klar, de muesch jo du derhinger stah". So die Worte einer guten Läuferkollegin beim Wandern. Es stimmt: Keine Duschen im Ziel, marginale Signalisation, keine Verpflegung und nur eine lückenhafte Rangliste. Dennoch; nicht mein Lauf. Die Idee ist von Adrian Ruhstaller, Gründer vom Biennathlon und von R'ADYS. Ich bin lediglich bei der Organisation mit dabei; denn die Idee gefällt mir ... und den rund 70 Läufer und Läuferinnen dieses Jahr scheinbar auch. Chass Attack. 2017 is gone. 2018 will come.

    Chass Attack 2017 Fotos



  • LaLeLaLeLa … Mein Beitrag zur geschlechtsneutralen Sprache

    La chanson. Immer wenn ich eine Spinning-Lektion leite vergesse ich, ob es "le chanson" oder eben "la chanson" heisst. Irgendwie hängt das wohl damit zusammen, dass ich Musikstücke mal weiblich, mal männlich empfinde. Allerdings: Es wäre DIE Lösung für eine geschlechtsneutrale Sprache. Der jeweilige Artikel eines Nomens richtet sich nach dem Empfinden des Sprechers, der Sprecherin. Resultat: In der Welt mehr Gefühl für den sprachlichen Ausdruck und auf dem Sattel weniger Schamröte für den Spinning-Leiter.



  • Chassattack 2017

    Alle kennen ihn: Er ist von weit zu sehen, von nah zu bestaunen. Er kennt Alle: Die Gemütlichen, die Sportler; er kennt Gross, er kennt Klein. Man kann ihn fahren, man kann ihn wandern, man kann ihn joggen. Man kann ihn attackieren. Chassattack 2017.

    Infos Chassattack 15. Oktober 2017
  • Intuitive Mathematik
    "Mein Junge kriegt das Rechnen in der Schule einfach nicht hin; er ratet einfach." Mein Vorschlag an die Mutter: "Lass ihn raten, es ist sein Weg; grenz das allfällige falsche Resultat einfach rechnerisch zusammen mit ihm ein: bis es stimmt." Nach ein paar Tagen, das Feedback: "Er strahlt bei den Aufgaben, es macht ihm Spass und auch der Fortschritt ist da."
    Voilà, wieso mit dem Hirn rechnen, wenn es der Bauch besser kann.



  • Die richtige Dosierung

    "Wenn ich zu stark abstosse, dann spüre ich die Zerrung im Oberschenkel; ich weiss nicht wie ich den Druck dosieren soll." So der Schwimmer im Wasser. Meine Empfehlung ganz einfach: "Löse den Bändel in der Badehose, du wirst den richtigen Druck finden." Und so schwamm er sachte und behutsam, aber ohne Schmerzen, seine Längen.


  • wollen, müssen

    Davos. Wenn jeweils die Staatspräsidenten am WEF vom Hotel zum Kongresszentrum gefahren werden, dann muss der Chauffeur dies in der Limousine tun. Wenn der Berglauf-Coach für den Swissalpine zum Lauftraining gefahren werden muss, dann geschieht dies in der Regel im Hotel-Van. Wenn der Chauffeur aber dem Coach die Türe der Limousine offen hält, dann muss er das nicht: Er will das so. Ich grinste zurück und stieg lachend ein.



  • 100km – 2018

    "Er ist ein grosser Fan von Ihnen, er möchte Sie kennenlernen", begrüsst mich eine Frau, ihren Jungen an der Hand. Ich gebe ihm die Hand, er bringt kein Wort heraus, versteckt sich schüchtern hinter der Mutter. Ich habe begriffen. 100km 2018: ich werde am Start sein.



  • 100km – eine Bitte

    Die 100km von Biel. Die Form stimmt, ich fühle mich gut, auch das Mentale und das Bauchgefühl sind im richtigen Modus: Ich bin bereit. Sollte dies jemand anders sehen, Schwächen bei mir erkennen, Problemfelder wahrnehmen ... dann unbedingt teilt es mir mit, sagt es mir direkt ins Gesicht ... doch eine Bitte dabei ... sagt es mir erst NACH dem Rennen ;-)




    GPS Tracking
    Auch 2017 kann man meinen Lauf via GPS-Tracking verfolgen: Tracker Matthias Klotz

    Gut zu wissen :-)
    • Der Tracker ist am Velo meines Betreuers Reto Oberson, daher zeigt der Tracker meine Position nur dort, wo Reto mich begleiten darf; also von Lyss(23h30) bis Kirchberg(2h00) und dann für den Rest von Gerlafingen(3h)bis Biel (5h30 .... :-))
    • Die Streckenkarte ist hier ersichtlich Karte 100km
    • Technische Störungen und menschliche Schwächen ;-) kann ich nicht ausschliessen; eine allfällige Aufgabe ... vermerke ich auf Facebook



  • Hohe Schule des Laufens

    Die hohe Schule des Laufens: Technische Perfektion? Marathon unter 2h? Mit geschlossenen Augen einen Berglauf laufen? Nein. Die höchste Schule des Laufens hat der Athlet erreicht, der auf seinem Einkaufszettel heute die Bananen streicht, weil er in seiner grenzenlosen Laufweisheit weiss, dass er heute keine Bananen zu kaufen braucht, dass er diesen Nachmittag nach dem GP eine Banane in die Hand gedrückt erhält. Guten Lauf allerseits :-)
  • Ich nenne es Arbeit

    "Wie viel Zeit wendest du etwa auf für das Coaching?" Dies die Frage. "60-70%", meine Antwort. "Und dann bist du ja noch am Texten, was braucht es da?" so die nächste Frage. "20-30 %" meine Worte. "Wow! Und dann musst du ja daneben noch arbeiten!!"

    Nein, muss ich nicht! Auch wenn meine Tätgkeit so spielerisch und locker daherkommt, will hier gerne festhalten: ICH nenne es Arbeit :-)
  • (M)eine Vorstellung

    Sänger der Oper: "Für die aktuelle Vorstellung, da stehe ich 195 mal auf der Bühne." Intensiv das Prgoramm, hohe Achtung von mir. "Wie sieht dein Programm aus?", seine Frage an mich. Nun ... ich gebe genau eine Vorstellung dieses Jahr, auf genau einer Bühne: Diese allerdings ist exakt 100 km lang und intensiv wird es auch werden :-). Freue mich. www.100km.ch
  • Applaus für Herrn Chlotz

    Ich durfte doch schon ein paar Mal sportlichen Applaus erleben. RUBI, 100km, ein paar weitere Läufe. Doch wenn ich, gelegentlich als Stellvertretung an einer Oberstufe, in ein Klassenzimmer trete, stellt dieser Applaus alles in den Schatten: Die Hände klatschen, die Füsse stampfen die Stimmen kreischen und johlen! Ein berauschendes Gefühl.
    Dass der Applaus eigentlich dem Kranksein der Hauptlehrkraft gilt und nicht meiner Person ... verdränge ich dann jeweils mit einem Lächeln.
  • Der Moment

    Hallenbad. Ich schwimme, werde überholt; schnell und elegant. Am Beckenrand meine Anerkennung: "Du schwimmst schnell, stark." Der junge Schwimmer meint mit einem Grinsen "Vor rund 10 Jahren warst du für mich schnell, ich machte das Abzeichen 'Pinguin' bei dir." Wir lachten beide. Somit gab es in diesen zehn Jahren eine Phase, einen Tag oder schlicht einen Moment, in welchem er ein erstes Mal schneller war als ich. Schade, habe ich diesen nicht bewusst erlebt: Es sind jeweils starke Momente.

  • Ultrapretation – Chass Attack 2016

    Chass Attack 2016. Rund 40 LäuferInnen liefen von Biel auf den Chasseral. Einer lief zurück; Ultraläufer seit langen Jahren interpretierte er den Satz der Ausschreibung "I need a bus/train-seat to get back to Biel Ja/Nein" so, dass, wer hier "nein" anklickt, dann auch wieder runterläuft. ER war erstaunt, dass er so allein unterwegs war; WIR von der Organisation waren froh, ihn Abends um 21h in Biel zu wissen.

  • Die Anerkennung als Ziel

    “In die Top Ten, will ich. In meiner Altersklasse natürlich. Ich weiss, eigentlich zählt nur die Gesamtrangliste, Kategorien-Resultate sind ja eher peinlich.” So die Worte eines Triathleten auf gutem Level, aber eben nicht auf Spitzenlevel. Ein Ziel zu realisieren ist nicht peinlich; den ersten Halbmarathon in 2.5h laufen, 100m ohne Pause kraulen: Ein Ziel ist ein persönlicher Wert jedes Athleten; dieses darf, ja soll man verfolgen. Die Freude danach ist zu geniessen. Wer zudem akzeptieren kann, dass die Anerkennung geringer ist, wie die eines Weltmeisters, der wird zufrieden sein und strahlt gesunden sportlichen Stolz aus. Von peinlich keine Rede. Peinlich wird es dann, wer mehr Anerkennung einfordert als ihm gebührt. Dem Athleten liegt es in seiner Macht das Ziel zu erreichen, sein Umfeld hat das Recht, das Mass der Anerkennung festzulegen: Wer nach mehr verlangt, wirkt peinlich.
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